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Shincheonji weist den Vorwurf von 110.000 organisierten Parteibeitritten zurück
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Shincheonji weist Vorwurf von 110.000 Parteibeitritten zurück

Die Shincheonji Kirche Jesu widerspricht der Behauptung, 110.000 Mitglieder hätten sich 2021 organisiert einer politischen Partei in Südkorea angeschlossen. Die Gemeinde Frankfurt fasst die Stellungnahme vom 23. Juli 2026 zusammen und ordnet die laufende Debatte ein.

In Südkorea wird derzeit öffentlich über den Vorwurf diskutiert, Mitglieder der Shincheonji Kirche Jesu seien in großer Zahl einer politischen Partei beigetreten, um parteiinterne Abstimmungen zu beeinflussen. Die Kirche weist eine organisierte politische Einflussnahme zurück.

Ausgangspunkt der aktuellen Debatte

Nach Darstellung der Kirche wurde am 21. Juli 2026 in einer öffentlichen Debatte behauptet, im Zusammenhang mit einer Vorwahl der People Power Party im Jahr 2021 seien 110.000 Shincheonji-Mitglieder der Partei beigetreten. Die Aussage wurde anschließend von Medien und politischen Akteuren aufgegriffen.

Was die Shincheonji Kirche Jesu klarstellt

In ihrer Stellungnahme vom 23. Juli 2026 bezeichnet die Kirche die genannte Zahl und die Darstellung eines geschlossenen, angeordneten Parteibeitritts als nicht belegt. Sie erklärt zudem, weder eine organisierte Massenanmeldung noch eine Anweisung zur Bündelung von Stimmen erteilt zu haben.

Politische Entscheidungen einzelner Mitglieder seien persönliche Entscheidungen. Aus individuellen Mitgliedschaften dürfe deshalb nicht ohne belastbare Nachweise auf eine institutionelle Einflussnahme geschlossen werden.

Warum die Debatte auch Frankfurt betrifft

Internationale Meldungen über eine Religionsgemeinschaft prägen schnell auch das Bild ihrer örtlichen Gemeinden. Shincheonji Frankfurt setzt sich deshalb für eine nachvollziehbare Trennung zwischen Vorwürfen, Stellungnahmen und gerichtlich festgestellten Tatsachen ein.

Eine sachliche Debatte sollte sowohl die Religionsfreiheit als auch das individuelle Recht auf politische Beteiligung achten. Zugleich müssen mögliche organisierte Verstöße unabhängig und transparent untersucht werden.

Stand der öffentlichen und rechtlichen Aufarbeitung

Die Vorwürfe sind in Südkorea Gegenstand laufender Ermittlungen und Gerichtsverfahren. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Yonhap vom 13. Juli 2026 wurde der Vorsitzende Lee Man-hee wegen des Verdachts angeklagt, mindestens 56.000 Mitglieder zum Parteibeitritt gedrängt zu haben. Die Shincheonji Kirche Jesu bestreitet eine organisierte Anweisung. Eine Anklage ist keine Verurteilung; die abschließende gerichtliche Klärung steht aus.

Unser Anliegen in drei Punkten

  • Die Behauptung von 110.000 organisierten Parteibeitritten muss anhand überprüfbarer Belege bewertet werden.
  • Die Kirche weist eine institutionelle Massenanmeldung und eine Anweisung zur gezielten Stimmenbündelung zurück.
  • Eine faire Aufarbeitung muss individuelle Parteimitgliedschaften von nachweisbarer organisatorischer Steuerung unterscheiden.

Weiterführende Quellen